ALLEINREISENDE.

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Allein zu sein, auf sich gestellt. In meinen Augen waren diese Begriffe schon immer viel zu negativ geprägt.
Hatte ich doch schon immer gerne Dinge alleine unternommen.
Das war schon als Kind so und so ist es bis heute.
Zwar verbringe ich auch gerne viel Zeit mit Freunden, doch irgendwann kommt immer dieser Punkt, an dem ich mich zurückziehen möchte. An dem ich mal mit niemandem reden möchte und mit den Gedanken ganz bei mir selbst sein will.
So kann ich tagelang alleine in meiner Wohnung sein, ohne dass mir die Decke auf den Kopf fällt.
Einsamkeit und Langeweile sind für mich Fremdwörter.
Irgendwann im Verlaufe meines Studiums fing ich auch an, außerhalb meiner Wohnung alleine etwas zu unternehmen. Was ich sonst mit Freunden unternahm, entdeckte ich auf einmal ganz neu für mich allein, so ging ich auch mal alleine ins Museum oder einen Kaffee trinken.
Dass ich irgendwann auch alleine in den Urlaub fahren würde, war deshalb eigentlich nur konsequent.
Und längst überfällig.
Hatte ich mir doch schon letztes Jahr vorgenommen, auf eigene Faust zu verreisen.
Also beschloss ich im Mai kurzer Hand mir ein paar Tage Urlaub zu gönnen.
Auch um Abstand zu gewinnen, vom Alltag, von all den Verpflichtungen, von der Uni, Arbeit, von dem Trott der sich langsam in mein Leben geschlichen hatte.
Ich brauchte eine neue Erfahrung, etwas das ich mich noch nie zuvor getraut hatte.
Kurzerhand buchte einen Flug nach Rom. Ich war vor zwei Jahren schon einmal mit einer Freundin dort gewesen und hatte mir geschworen, so schnell wie möglich wiederzukommen.
Ich wollte dieses Mal die Stadt abseits der Sehenswürdigkeiten entdecken, durch die Straßen flanieren und leben wie Julia Roberts in Eat, Pray, Love. Und das tat ich. Ich verbrachte meine Tage mit Spaziergängen, ein wenig Seightseeing und Essen. Ganz viel Essen.
Mit dem besten Gelato, mit Pasta und Pizza, mit Paninis und Kaffee.
Ich verwöhnte meinen Magen und meine Seele mit essbarem Glück und aß wann immer ich wollte.
Ich saß auf Parkbänken und schrieb, verirrte mich in kleinen Gassen und schoss Fotos, saß auf den Piazzas und beobachtete das bunte Treiben.
Doch ich blieb nie lange alleine, wo immer ich war, lernte ich Menschen kennen.
Eine Gruppe Studenten in einer Bar, ein australisch-finnisches Pärchen beim Abendessen, eine sehr reizende Frau im Park, einen deutsch-italienischen Tenor in der Eisdiele und einen Studenten, der durch ganz Europa reiste am Busbahnhof.
Wann immer ich mit jemandem sprechen wollte, war jemand da. Und wenn nicht, dann halt nicht.
Ich war an niemandem gebunden. Konnte mir meine Zeit selbst einteilen.
Ich machte was ich wollte, wann immer ich wollte und wie ich es wollte.
Denn das ist eins der größten Vorteile am alleine Reisen, man macht die Dinge so wie man sie für richtig hält.
Doch ich lernte auch die Schattenseiten des alleine Reisens kennen.
Ich bekam einen Hitzschlag, verlor einen Abend und den nächsten Mittag, doch ich gewann auch etwas. Die Erkenntnis, dass solange man sich nicht unterkriegen lässt, egal wie hundeelend es einem geht und es Kommunikationsschwierigkeiten gibt, man aus allem etwas Gutes gewinnen kann.
So war ich am nächsten Tag wieder fit, höchst motiviert und sah an einem Tag mehr von der Stadt als andere einer ganzen Woche.
Was ich dabei abseits der typischen Touristenziele entdeckte, welche Plätze man sich in Rom nicht entgehen lassen sollte und wo man ab Besten essen gehen kann, erfahrt ihr am Mittwoch! 🙂

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